"Was sie erlebt hatten, liess sie schweigen." Peter Härtlings Brünn am 28. Juni 1914 im Roman "Grosse, kleine Schwester"

Autoři

MAREČEK Zdeněk

Rok publikování 2017
Druh Článek ve sborníku
Konference Frieden und Krieg im mitteleuropäischen Raum. Historisches Gedächtnis und literarische Reflexion
Fakulta / Pracoviště MU

Filozofická fakulta

Citace
www http://www.newacademicpress.at/gesamtverzeichnis/geschichte/frieden-und-krieg-im-mitteleuropaeischen-raum/
Obor Písemnictví, mas-media, audiovize
Klíčová slova collective memory; reconstructive memory; Jan Assmann; Brno; Peter Härtling; Brno; nationalism; first World War
Popis Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges wird im tschechischen kollektiven Gedächtnis durch die Entstehung der Ersten Republik im Jahre 1918 in den Hintergrund gerückt und nicht als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts wahrgenommen. Anhand des Romans "Große, kleine Schwester" (1998) von Peter Härtling, insbesondere eines Kapitels über den 28. Juni 1914 in Brünn, wird folgenden Fragen nachgegangen: Ist der Satz „Was sie erlebt hatten, ließ sie schweigen“ ein Appell an den Leser, den verschwiegenen Kommentar der deutschen, jüdischen und tschechischen Zeugen der brutalen Szene mitzudenken? Die Szene mit dem von deutschsprachigen Brünnern gelynchten Serben wird vor dem Hintergrund der Berichterstattung im Brünner Tagblatt Tagesbote aus Mähren und Schlesien kritisch hinterfragt und veranlasst Überlegungen über Unterschiede im rekontruktiven Gedächtnis der tschechischen und deutschen Leser Härtlings.

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